Als 1974 der VW Golf auf den Markt kam, ahnte wohl kaum jemand, welche Erfolgsgeschichte der Kompaktwagen bis heute, 44 Jahre später, hinlegen würde. In den ersten vier Jahren musste er sich den Spitzenplatz in der Zulassungsstatistik zwar noch mit dem VW Käfer teilen, seit 1978 ist der Golf aber das mit Abstand meistverkaufte Auto in Österreich – und ist es ohne Unterbrechung bis heute. In dieser Zeit entstanden sieben Modellgenerationen und fünf unterschiedliche Karosserievarianten.

Vierzig! Na und?
Kein anderes Fahrzeug hat den heimischen Automarkt stärker geprägt als der VW Golf. Und ein Hase spielte in den letzten 40 Jahren eine nicht unwesentliche Rolle.
Seit 40 Jahren ist der VW Golf das meistverkaufte Auto Österreichs
Evergreen
Während der vier Jahrzehnte dauernden Marktführerschaft des VW Golf wurden fast eine Million dieser Fahrzeuge in Österreich verkauft, durchschnittlich also rund 23.000 pro Jahr. Insgesamt wurden vom Golf in dieser Zeit übrigens rund 34 Millionen Exemplare produziert.
Flotter Hase
Die wohl entscheidendste Initialzündung für den Erfolg des Golf war zweifellos die Einführung des "Rabbit" – eines Sondermodells, das eine attraktive Ausstattung zu einem attraktiven Preis bot. Sein Name stammte von der US-Version des Golf, die auch in Westmoreland, Pennsylvania, produziert wurde. In Österreich entwickelte sich der VW Golf Rabbit schnell zur eigenständigen Marke. "Bis heute hat sich daran nichts geändert", ist der Ur-Vater des Rabbit, Hermann Becker, überzeugt.



1 Hermann Becker, zuletzt 25 Jahre Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei Porsche Austria, und Wolf-Dieter Hellmaier, damals VW-Markenleiter, überlegten, wie das Sondermodell heißen könnte. Und kamen auf die Idee, es Rabbit zu nennen. So hieß der VW Golf in den USA. © Christian Houdek
2 Der flotte Hase weckt Sympathien, ist ein leicht wiederzuerkennendes Symbol und steht für ein preiswertes und attraktiv ausgestattetes Fahrzeug. Seit 40 Jahren ist der Rabbit ein Topseller in der Golf-Palette. © Andreas Kaleta
3 40 Jahre Rabbit müssen gefeiert werden. VW macht das mit einem Sondermodell namens "Rabbit 40". Die Preise für den attraktiv ausgestatteten Golf starten bei 21.290 Euro, den Kombi gibt's ab 25.030 Euro. © Werk
Vier offene Versionen
Made in Austria
Angesichts der seit Jahren unaufhörlich steigenden Beliebtheit der SUV wird der Golf II Country gerne als Trendsetter gesehen. Matra brachte allerdings bereits 1977 mit dem Rancho auf Basis des Simca 1100 ein Fahrzeug auf den Markt, dessen Konzept dem des Golf II Country stark ähnelte. 1994 schaffte Toyota mit dem RAV4 schließlich den Durchbruch, es war der Startschuss für den großen Erfolg der kompakten SUV.



1 Der im Mai 1990 eingeführte und bis Dezember 1991 produzierte Golf Country auf Basis des Golf II ist eine Ausstattungsvariante des Golf CL syncro mit vier Türen. Die Entwicklung und Fertigung übernahm Steyr Daimler Puch in Graz. © Werk
2 Die Karosserie wurde im Vergleich zum herkömmlichen Zweier-Golf um 12 Zentimeter höhergelegt, größere Reifen sorgten für mehr Traktion im Gelände. © Werk
3 Markant am Golf Country sind der Schutzrohrrahmen ("Rammbügel") mit integriertem Unterfahrschutz, ein außen angeschlagenes Reserverad und Trittbretter. Die Geländeeigenschaften waren aufgrund fehlender Differentialsperren aber nie besonders gut. © Christian Houdek
Die Sportlichen

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