Nach Stuttgart? Na klar. Selbst wenn Baden-Württembergs Hauptstadt vielleicht nicht zu jenen Metropolen Deutschlands zählt, von denen man sagt, dass sie auf die Bucket List gehören und unbedingt besichtigt werden müssen. Klar, Berlin, München oder Hamburg spielen touristisch in einer anderen Liga, sind Millionenstädte mit Weltstadt-Flair und allem, was dazugehört – und zurzeit ziemlich angesagt. Nach Stuttgart hingegen kommen wohl die meisten, um da ihren Geschäften nachzugehen oder die Zentralen ihrer Arbeitgeber aufzusuchen. Denn die Stadt, in der 600.000 Menschen leben, gehört auch international zu den Top-Wirtschaftsstandorten, vor allem für Unternehmen im automotiven Bereich. Mercedes-Benz, Bosch und Porsche sind hier daheim. Was auch weltweit dokumentiert wird: Das schwarze, sich aufbäumende Pferd im Porsche-Markenlogo ist 1:1 dem Stadtwappen, dem Rössle, entsprungen.
Für Autofans ist eine Reise nach Stuttgart sowieso eine Art Wallfahrt. Die riesigen Museen von Mercedes und Porsche sind quasi Pilgerstätten. Deutschlands Autostadt Nummer eins bietet aber noch viel mehr, das sich zu entdecken lohnt. Mit großen Parkanlagen im Zentrum und den sie umgebenden sanften Hügeln, mit ihren Wäldern und – eine Parallele zu Wien – Weingärten ist Stuttgart eine ziemlich grüne Stadt.
Um einen ersten Überblick zu bekommen, lohnt es sich, ganz ins Zentrum zu fahren – entweder mit dem Auto in die Apcoa-Tiefgarage am Schlossplatz oder mit U-Bahn oder Buslinie 42 zum Schlossplatz. Der ist der größte Platz des im Zweiten Weltkrieg arg zerstörten Zentrums. Hier stehen die wichtigsten Repräsentationsbauten. Von hier aus lassen sich die (nicht allzu große) Altstadt und die Einkaufsstraßen erschließen.
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